Ermutigung auf dem Weg Richtung EU: Gabriel in Serbien und Kosovo

Der Bürgerkrieg der 1990er Jahre hat bis heute spürbare Narben auf dem Westbalkan hinterlassen. Aber die Region hat seitdem einen weiten Weg hinter sich gebracht. Außenminister Sigmar Gabriel ist daher am Mittwoch (12.04.) mit einer ermutigenden Botschaft nach Serbien und Kosovo gereist: „Der Weg Richtung EU steht weiterhin offen, wenn Ihr Euch für Reformen und Fortschritt statt für Spaltung und Stillstand entscheidet.“

Außenminister Gabriel und der serbische Premier Vučić Bild vergrößern (© Photothek / Gottschalk ) Schlüsselland in einer kritischen Phase

Mit Serbien besuchte Gabriel als erste Station ein Schlüsselland und Stabilitätsanker in der Region. Am 2. April hat dort Alexsandar Vučić die Wahl zum Präsidenten des Landes klar gewonnen. Dennoch war die Wahl auch Auslöser großer Demonstrationen von denjenigen, die mit der aktuellen Entwicklung in Serbien unzufrieden sind. Vor seinem Treffen mit dem gewählten Präsidenten und noch amtierenden Regierungschef äußerte sich Gabriel auch zu den Protesten. "Es ist gut, dass friedliche Demonstrationen gegen eine demokratisch gewählte Regierung hier ohne staatliche Eingriffe stattfinden können."

Außenminister Gabriel mit seinem serbischen Amtskollegen Dačić Bild vergrößern (© Photothek / Gottschalk ) Reformen und Beziehungen zu Kosovo

Als wichtigster Handelspartner spielt Deutschland eine wichtige Rolle für das Land, das traditionell auch enge Beziehungen zu Russland unterhält. Deutschland stehe fest an Serbiens Seite auf seinem europäischen Weg, erklärte Gabriel in Belgrad. Entscheidend für den Zeitrahmen sei dabei das Reformtempo sowie die Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo. Beides seien Grundvoraussetzungen für einen Beitritt zur EU. Eine Fortsetzung des Reformkurses in Richtung Europäischer Union würde ein wichtiges Signal für die ganze Region setzen.

Quelle: Auswärtiges Amt