Digitalisierung und Industriepolitik in Serbien: Diskussionsrunde mit Premierministerin Ana Brnabić

Bild vergrößern „Die Digitalisierung von Verwaltung und Wirtschaft ist eine von zwei Prioritäten dieser Regierung; die andere ist Bildung“, erklärte die serbische Premierministerin Ana Brnabić bei einer Diskussionsrunde vergangene Woche, die die „Serbisch-deutsche Initiative für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung“ organisiert hatte. 50 Vertreter aus Verwaltung, Politik, Verbänden und NGOs, darunter auch der deutschen Botschaft und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, trafen sich in geschlossenem Rahmen zu einem offenen Austausch.

Die Förderung der IT-Technik sei wichtig für Serbiens Wettbewerbsfähigkeit, so die Premierministerin weiter, und sie sei dankbar für Deutschlands Unterstützung auf diesem Feld. Auch sehe sie gute Chancen für Serbien, sich hier fortzuentwickeln, angesichts guter IT-Ausbildung an den Universitäten und der Kreativität der Menschen.

Der deutsche Botschafter, Axel Dittmann, bestärkte sie in dieser Einschätzung und sagte eine enge Zusammenarbeit mit der serbischen Regierung und anderen zuständigen Stellen bei diesem zentralen Zukunftsthema zu. Wie aus deutschen Erfahrungen zur IT-Förderung gelernt werden könnte, stellte mit Jürgen Kappenmann ein Experte der GIZ vor. Er betonte auch die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft.

Ein Austausch mit der Wirtschaft sei auch für die Entwicklung einer neuen serbischen Strategie zur Industriepolitik wichtig, waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde einig. Diese sollte als Partner in die Erstellung der Strategie einbezogen werden, die auch die Themen Digitalisierung und Innovation umfassen werde.

Die Organisatorin, die „Serbisch-deutsche Initiative für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung“, wurde im Mai 2015 vom Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gemeinsam mit zwei serbischen Amtskollegen gegründet. Sie hat zum Ziel, in drei strategischen Clustern alle laufenden und alle geplanten Aktivitäten der deutschen EZ besser zu verknüpfen und Synergien zu schaffen. Die Cluster sind erstensVerbesserung der strukturellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, zweitens Zugang zu Beschäftigung sowie drittens Privatwirtschaftsförderung.